Nichts als Ärger

Mensch, ärgere dich nochmal!

Mensch-Ärgere-Dich-NichtJeder hat in irgend 'ner Spielesammlung bestimmt noch ein Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Spiel, das in der Kiste fröhlich vor sich hinstaubt. Hat man es als Kind noch geliebt, wird man es als Erwachsener vielleicht langweilig finden - bis jetzt!

Übrigens, manchmal heißt das "Mensch-Ärgere-Dich-Nicht" Spiel auch anders, z.B. "Ludo" (ursprünglicher Name), "Nur keine Aufregung" oder "Wer hat die Sechs?".

Nichts als Ärger

Mit der Erweiterung "Nichts als Ärger" ändert sich alles: Der Spieler, der eben noch fast am Gewinnen war, wird durch den Farbenkönig ganz nach hinten katapultiert, die Spielfigur, die eben geschlagen wurde, befördert ihrerseits den Angreifer vom Brett, weil sie einen Karate-Kurs besucht hat, und zu guter Letzt tanzen alle Pöppel (Spielfiguren) fröhlich in einer Polonaise.

Die Rede ist von Zusatzkarten, die die verschiedensten Spiele-Aktionen auslösen können, und das zum Teil sogar jederzeit - auch dann, wenn man gar nicht dran ist.

Spielablauf

Grundsätzlich gelten die normalen Regeln des Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, man muss z.B. Pöppel schlagen, die man schlagen kann, das A-Feld frei machen, etc. Eine Runde verläuft so: Wenn man dran ist, entscheidet man sich zunächst, ob man eine Karte ausspielen oder normal würfeln und ziehen will.

Spielt man eine Karte aus, steht auf der Karte beschrieben, wie der Rest des Zuges aussehen wird: Man wählt z.B. aus einem "Würfel-Menü" aus, spricht eine Prophezeiung aus oder lässt einen Pöppel als Geisterfahrer rückwärts fahren, der dann fleißig alles aus dem Weg räumt, was sich ihm in den Weg stellt (natürlich möglichst nicht die eigenen Figuren...).

Hat man sich entschieden, normal zu würfeln, darf man am Ende des Zuges eine Aktionskarte nachziehen, wenn man noch keine fünf Karten auf der Hand hat.

Schadenfreude garantiert!

Die meisten durch Karten ausgelösten Spiele-Aktionen betreffen nicht nur dich, sondern auch andere Spieler. Da werden die anderen Figuren ein paar Felder zurück gezogen oder vor den Eingang zum Ziel gestellt, ein sicher geglaubter Sieg ist plötzlich dahin, weil man mit einer anderen Farbe weiterspielen muss, oder der Spieler darf bei jeder gewürfelten 5 oder 6 seiner Mitspieler fröhlich mitziehen.

Doch Vorsicht: Nicht jeder hat seinen Spaß daran, und gerade wenn man mit Kindern spielt, sollte man sich eventuell ein wenig zurück halten. Wenn man zu fies spielt, kann es schon sein, dass der eine oder andere Spiele das nicht so witzig finden wird.

 

Ärger 2.0

Nach "Nichts als Ärger" hat der Heidelberger Spieleverlag auch noch andere Versionen davon herausgebracht: "Noch mehr Ärger" und "Ärger dich schwarz!". Alle drei Spiele haben gemeinsame Karten ("Ätsch", "Denkste", ...),  aber die Spieleautoren haben sich dazu natürlich andere Fiesitäten ausgedacht.

Alle Karten sind mit echt witzigen Zeichnungen versehen, und alle drei Spiele sind unabhängig voneinander spielbar.

Fazit

Klar, am Anfang ist es der geänderte Spielablauf trotz Spielanleitung etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, kommt man gut mit dem Spiel zurecht.

Für uns jedenfalls hat sich die "Investition" auf jeden Fall gelohnt, und wir haben immer wieder einen Riesen-Spaß damit.

Übrigens, damit keine Missverständnisse aufkommen: die drei Spiele-Kartons werden nicht im Original so groß geliefert, wir haben irgendwann selbst drei Kartons in Standardgröße gebastelt, damit man sie besser stapeln kann. Wir haben bei der Gelegenheit auch gleich ein Reise-Mensch-Ärger-Dich-Nicht in unseren Karton rein gepackt. Der Original-Karton ist eine kleine Schachtel für Spielkarten.

Quellennachweise

Bild:Mensch-Ärgere-Dich-Nicht
Quelle:Alexas_Fotos@ pixabay.com
Lizenz:CC0 / Public Domain