Kräuter trocknen – So geht’s richtig!

Gibt es ein richtig oder falsch?

RosmarinTatsächlich gibt es einige Fallen, in die man beim Kräuter trocknen tappen kann: Schließlich wollen wir beim Trocknen Geschmack, Inhaltsstoffe und Heilwirkung möglichst erhalten.

Um genau das zu erreichen, muss man nur einige wenige Punkte beachten.

1. Tipp: Nicht zu heiß!

ThermometerDie meisten Kräuter sollten keinesfalls über 35-40 Grad getrocknet werden, da sich die Inhaltsstoffe (z.B. ätherische Öle) ansonsten verflüchtigen.

Falls du deine Kräuter im Dörrapparat trocknen willst, sollte dieser über eine einstellbare Temperatur verfügen.

2. Tipp: Raus aus der Sonne!

SonnenuntergangBis auf wenige Ausnahmen solltest du Kräuter nur im Schatten trocknen, damit die UV-Strahlen der Sonne die Inhaltsstoffe nicht zersetzen. Am besten ist sogar, wenn es möglichst dunkel ist.

Ein Dachboden, der sich nicht über 40 Grad aufheizt, ist beispielsweise ideal. Zur Not tut's aber auch ein luftiges Tuch, das über die Kräuter gehängt wird.

3. Tipp: Es sollte luftig sein!

DeckenventilatorAm besten trocknest du Kräuter einlagig, bei mehreren Schichten droht ansonsten Schimmelgefahr. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Luft gut zirkulieren kann, idealerweise auch von unten.

Manche benutzen dafür ein Backofengitter, das mit Backpapier ausgelegt ist (eignet sich z.B. sehr gut bei Holunderblüten, da man so den Blütenstaub mit auffangen kann).

Andere entfremden sogar den Wäschetrockner, den sie mit einem Tuch aus Leinen auslegen oder den Erntekorb.

4. Tipp: Kräuter vor dem Trocknen nicht waschen!

nasser Hund

Wenn die Kräuter erst einmal nass sind, ist die Schimmelgefahr viel größer als mit trockenen Kräutern, und du kannst die Kräuter am Ende wegwerfen.

5. Tipp: Verwendungszweck beachten!

TeekräuterWillst du später das ganze Kraut (mit Stängel etc.) verwenden, kannst du die Kräuter zu luftigen kleinen Sträußen zusammenbinden und diese mit den Stängeln nach oben aufhängen. Ein alter Kleiderbügel zum Beispiel bietet sich dafür hervorragend an.

Sollen später nur Blätter oder Blüten benutzt werden, ist es besser, diese gleich nach der Ernte abzupflücken, separat auszulegen und zu trocknen.

6. Tipp: Wurzeln trocknen!

RadieschenwurzelnWillst du nicht das Blattgrün, sondern die Wurzeln trocknen, solltest du diese allerdings waschen, bevor du sie in Stücke schneidest und auf eine Schnur auffädelst und zum Trocknen hinhängst.

7. Tipp: Nicht alles eignet sich fürs Trocknen!

Tatsächlich lassen sich manche Kräuter einfacher trocknen als andere. Bei einigen muss es möglichst rasch gehen. Andere wiederum lassen sich auf Grund ihrer Inhaltsstoffe nur schwer trocknen und eignen sich besser für eine anderweitige Verarbeitung, wie z.B. Einfrieren.

Quellennachweise

Bild:Rosmarin
Quelle:MichaelGaida @ pixabay.com
Lizenz:CC0 / Public Domain
Bild:Thermometer
Quelle:Peyesces @ pixabay.com
Lizenz:CC0 / Public Domain
Bild:Sonnenuntergang
Quelle:dimitrisvetsikas1969 @ pixabay.com
Lizenz:CC0 / Public Domain
Bild:Deckenventilator
Quelle:funeyes @ pixabay.com
Lizenz:CC0 / Public Domain
Bild:nasser Hund
Quelle:Alexas_Fotos @ pixabay.com
Lizenz:CC0 / Public Domain
Bild:Teekräuter
Quelle:weinstock @ pixabay.com
Lizenz:CC0 / Public Domain
Bild:Radieschenwurzeln
Quelle:Dennis @ pixabay.com
Lizenz:CC0 / Public Domain